Newsletter

Juli 2017

Newsletter Juli 2017

Mai 2017

Newsletter Mai 2017

März 2017

Newsletter März 2017

April 2015

Newsletter April 2016

 

November 2015

BfHD Newsticker 21 November 2015

 

September 2015

Newsletter 09/2015

Mai 2014                    

Themen:

–                      Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages

–                      Sicherstellungszuschlag – Änderungsantrag zum §134 SGB V

–                      Stellungnahme des Netzwerks der Geburtshäuser

–                      Gescheiterte Verhandlungen mit dem GKV

 

*********************************************************************

Bonn, 26.05.2014

Liebe Kolleginnen in den Geburtshäusern,

dank der Proteste von euch und den vielen Eltern, gerade auch aus euren Geburtshäusern, tut sich endlich etwas, wenn auch  sehr  langsam …


21.05.2014 – Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages

Nachdem Gesundheitsminister Gröhe Ende April seine Vorschläge medienwirksam bekannt gegeben hatte, waren die Hebammenverbände am letzten Mittwoch zur Anhörung in den Gesundheitsausschuss geladen. Weitere Lesungen im Bundestag und Bundesrat werden folgen, die Verabschiedung des Gesetzes ist für den 04.07.2014 vorgesehen.

Myriam hat als Vorstand des Netzwerks die Interessen der Geburtshäuser vertreten und in der Anhörung darauf hingewiesen, dass zusätzlich zur Prämiensteigerung für jede einzelne Hebamme auch die Prämien für die Organisationshaftpflicht der Geburtshäuser drastisch angehoben worden sind.

 

Gesetzentwurf: Sicherstellungszuschlag

Der Gesetzentwurf der Regierung sieht ab 01.07.2015 einen Sicherstellungszuschlag vor für freiberufliche Hebammen in der Geburtshilfe, die die Steigerung der Haftpflichtkosten aufgrund ihrer niedrigen Geburtenzahlen nicht durch die Gebührenerhöhung ausgleichen können. Niedrig heißt in diesem Fall: Weniger Geburten im Jahr als in der Durchschnittsberechnung des GKV angesetzt. Über das genaue Vorgehen müssen die Hebammenverbände und die Krankenkassen bis Ende 2014 Vereinbarungen abschließen.

Mit diesem Entwurf ist sicher ein erster wichtiger Schritt getan, den wir grundsätzlich begrüßen. Doch wie immer steckt der Teufel im Detail: Die Auszahlung dieses Sicherstellungszuschlages soll mit einem Qualitätsnachweis und einer jährlichen Mindestgeburtenzahl verknüpft werden.

 

 Stellungnahme des NW zum Gesetzentwurf

In unserer Stellungnahme zum Gesetzentwurf haben wir mit den Hebammenverbänden abgestimmte Vorschläge zur Veränderung eingebracht. Uns war besonders wichtig, die hohe Qualität eurer Arbeit und das in den Geburtshäusern seit Jahren fest verankerte Qualitätsmanagement-System darzustellen und deutlich zu machen, dass die Anzahl der Geburten im Jahr eine völlig ungeeignete Kennzahl ist, um davon auf die Qualität der Geburtshilfe und daraus resultierende Schadensfälle schließen zu können.

Ausdrücklich haben wir auch darauf hingewiesen, dass die Situation für viele von euch bereits heute bedrohlich ist, da ihr kaum noch Kolleginnen zur Aufrechterhaltung der Geburtshilfe in den Geburtshäusern findet. Versorgungssicherheit und Wahlfreiheit sehen anders aus!

Ob dies jedoch bei den Abgeordneten nachhaltig ins Bewusstsein gedrungen ist, wagen wir nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall zeigten sie sich überrascht von der Komplexität der Hebammenarbeit und der strukturellen Problematik insgesamt.

Um das strukturelle Grundproblem – die Haftpflichtproblematik und der Umgang mit den Risiken in der Geburtshilfe wie in der Gesellschaft insgesamt – verändern zu können, sind wesentlich weitreichendere Reformen dringend geboten. Dazu werden wohl noch viele Gespräche und vor allem auch weiterhin der Protest von euch und den Eltern notwendig sein.

Ausführliche Stellungnahme als PDF

 

23.05.2014 – GKV-Verhandlung zum Ausgleich der steigenden Haftpflichtkosten gescheitert – Hoffen auf gerechteres Schiedsstellenurteil

Die Verhandlungen ziehen sich nun schon seit Anfang des Jahres hin. Seitdem hat sich nichts daran geändert, dass die Krankenkassen nur in „ihrer“ Logik bereit sind, die Haftpflichtprämien-Erhöhung auszugleichen. Sie bieten einen einheitlichen Zuschlag je Leistungsposition für alle freiberuflichen Hebammen in der Geburtshilfe – unabhängig davon, wie viele Geburten die Hebamme in der jeweiligen Leistungsposition betreut. Ihr wisst selbst am besten, wie ungerecht und unseriös dieser Vorschlag ist!

Diesmal versuchte der GKV, den angekündigten Sicherstellungszuschlag bereits mit einzubeziehen, nach dem Motto: Nehmen Sie doch unser Angebot an, der Zuschlag kommt und dann sind ja alle Probleme gelöst!

Wir wissen nicht, ob und wann der Sicherstellungszuschlag tatsächlich kommt, und vermutlich wird die Einigung über die Details und das Prozedere auch kein Zuckerschlecken werden. Darauf konnten wir uns nicht einlassen.

Der GKV hat sich sehr bemüht, einen Keil zwischen die Verbände zu treiben und die Konkurrenz zwischen den Hebammen zu schüren, indem er einen Haftpflicht-Zuschlag für Hausgeburten von ca. 132,- angeboten hat, jedoch nur 52,- für Geburtshaus- und 25,- für 1:1-Beleggeburten. Der GKV wäre bereit gewesen, auf Kosten der Hausgeburten die Beträge für Geburtshaus- und Beleggeburten zu erhöhen, doch natürlich wollten weder wir noch die beiden Hebammenverbände die Hausgeburten „herunterhandeln“. Außerdem weigerte sich der GKV vehement, auch nur einen Cent für die steigende Organisationshaftpflicht der Geburtshäuser auszugeben.

Jetzt schiebt der GKV den Verbänden wieder den schwarzen Peter zu: http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_140608.jsp

Die Lösung kann unserer Meinung nach nur in einem insgesamt höheren Angebot liegen: Ein gerechter Zuschlag für alle – Hausgeburt, Geburtshausgeburt und Beleggeburt sowie die Organisationshaftpflicht – und das geht offensichtlich nur über die Schiedsstelle.

Eine Einigung auf niedrigem Niveau (Cent-Beträge) gab es immerhin für die Leistungspositionen ohne Geburtshilfe: Hilfe bei Beschwerden, Geburtsvorbereitungs-, Rückbildungskurse und Wochenbettbetreuung.

Detaillierte Informationen dazu findet ihr in den Newslettern eurer Berufsverbände.

 
Wir freuen uns über eure Rückmeldungen, Anregungen und Wünsche, aktuelle Informationen aus euren Geburtshäusern, eure Einschätzung der politischen Situation usw.

Weitere Informationen folgen Anfang Juni im nächsten Newsletter.

Herzliche Grüße

Myriam Mattingly-Krewer, Elke Dickmann-Löffler, Ute Schalper

Vorstand

Netzwerk der Geburtshäuser

Villenstr. 6 – 53129 Bonn

info@netzwerk-geburtshaeuser.de

www.netzwerk-geburtshaeuser.de